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"Die Künstler erwiesen sich als Virtuosen ihres Instruments. Der Posaunist Matthias Muche entlockte seiner Posaune erstaunliche Töne und Geräusche, die in Kombination mit den Videobildern die unterschiedlichsten Emotionen weckten. Dasselbe galt für den Bassist Daniel Speer und die Vokalakrobatin Ligia Liberatori, die schnalzte, gurrte, lachte und sang, schrie und flüsterte. Mit allen möglichen und unmöglichen Gegenständen hatte Philip Zoubeck den Flügel präpariert: von der Schüssel über den Fensterwischer bis zum Bierglas. Doch auch die Tasten konnte er vorzüglich bedienen. (...)
Wer hier wen zur Reaktion veranlasste, war während der Performance nur noch schwer zu erkennen, so gut harmonierten die beiden Gruppen. Deutlich korrespondierten Rhythmus, Tonhöhe, Lautstärke und Bildauswahl miteinander, bisweilen wirkten die Bilder wie in Farbe umgesetztes Klangempfinden. Ergänzt wurde das Zusammenspiel, das in zehn Sequenzen geteilt war, durch eine wirkungsvolle Einlage der Sängerin, die sich in einen weißen Sack gezwängt als lebende Skulptur präsentierte.(...)
Wir brauchen die Beschäftigung mit Kultur und Kreativität, um - auch in Politik und Wirtschaft - gedanklich beweglich zu bleiben."
(Westfalen Blatt, 10.12.02)