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Das Ziel der INTERMEDIALEN KOMPOSITION ist das experimentieren mit symbiotisch ineinandergreifenden auditiven und visuellen Kompositionsprozessen, Konzepten und Darstellungsformen, die sich gegenseitig motivieren, verstärken und rückkoppeln.
Die computergeneriete Videokompositionen als Rückkopplung, Fixierung, Weiterentwicklung und Bereicherung des spezifischen musikalischen und szenischen Repertoires des Ensembles CAULDRON, die zur graphischen Kompositionsvorlage und Lichtkomposition wird, war der erste experimentelle Schritt.
Die Weiterentwicklung zu einer interaktiven visuellen Projektion, d.h. die Generierung der Videokomposition in Echtzeit als Visualisierung des improvisatorischen und interaktiven Schwerpunkt des Ensembles die wieder als Vorlage für die Darsteller dient, wurde in der weiteren Zusammenarbeit erfolgreich umgesetzt. Ausgangspunkt ist neben der Musik, die per algorithmischer Analyse direkt eingebunden wird, eine Sammlung von Real-Aufnahmen und 3d-Grafiken, die, inspiriert durch das Textur-Repertoire des Ensembles, als poetisches Korrespondum gesehen werden können. Dieses Bildmaterial trägt einen starken Kontrast aus abgeschlossener, konkreter Form und gänzlich abstrakter Flächigkeit in sich. Durch diese Spannung entsteht eine Art kreativer Kampf, ein dynamisches Schwanken zwischen Harmonie und Disharmonie, welches durch das unmittelbare Eingreifen der Musiker, sowie der Videokünstler zum Wechselspiel zwischen minimalistischer Gegenständlichkeit und totaler Auflösung, bzw. Zerstrahlung des Ausgangsmaterials in seine Bestandteile wird.
Beide intermedialen Kompositionsideen drücken in idealer Weise den künstlerisch musikalischen Schaffensbereich des Ensembles als Interpret und Improvisator aus. Der Musiker resoniert mit seinem Instrument, das Instrument mit dem Bild, das Bild mit dem Musiker, es entsteht eine hochdynamische, synästhetische Rückkopplung.
Das Projekt "Q-Spektrum" wird gefördert durch: